Seniorenresidenz Hanseanum

Ein neues Zuhause

Hätte das Ehepaar Kießling vor rund zehn Jahren die Frage beantworten müssen, wo es sich im Jahr 2021 sähe, hätte es wohl nie mit „in der Seniorenresidenz im Hanseanum in Krefeld“ geantwortet. Denn Anita, inzwischen 88 Jahre alt, und ihr Mann Walter, 89 Jahre, haben ihr Haus in der Chemiestadt Wesseling am Rande von Köln über Jahrzehnte geliebt. Sie genossen von hier aus lange Spaziergänge oder fuhren mit dem Auto in die Berge zum Wandern. Auch als ein Herzinfarkt den ehemaligen Ausbilder für technische Berufe kurzzeitig von den Fü.en riss, dachten sie noch nicht an einen veränderten Lebensstil. „Wir wollten es dann noch einmal richtig krachen lassen“, erklärt Walter Kießling und lacht. „Aber das klappte dann eben doch nicht so gut.“

Einer der gemeinsamen Söhne überredete das Ehepaar schlussendlich, ihr eigenes Haus in Wesseling gegen eine schöne Penthouse-Wohnung auf der Uerdinger Straße in Krefeld zu tauschen. Er lebte in der Seidenstadt und wünschte sich, die älter werdenden Eltern näher am eigenen Zuhause zu wissen. Sechs Jahre genossen Anita und Walter die schicke Krefelder Wohnung, aber dann setzte, vor rund zwei Jahren, die Einsamkeit ein. „Wir gaben unser Auto auf und waren auch nicht mehr mobil“, erinnert sich die 88-Jährige. „Das führte dazu, dass wir uns zunehmend allein fühlten.“ Geistig total fit, schnappte sich Walter Kießling den Computer und recherchierte tagelang. Über das Internet stieß er auf das Hanseanum und war vom Eindruck der besonderen Unterkunft begeistert. Auch seine Frau sprach die Seniorenresidenz sofort an. „Ich las, dass es hier einen rund 5.000 Quadratmeter großen Dachgarten geben sollte und das gefiel mir sehr“, erinnert sie sich. „Auch die Perspektive, bei Bedarf später einmal Pflege und verschiedene Serviceleistungen in Anspruch nehmen zu können, gab mir Sicherheit.“ Nach einer Besichtigung entschied sich das Ehepaar gemeinsam, das Penthouse aufzugeben und ins Hanseanum zu ziehen – das ist inzwischen rund eineinhalb Jahre her.

„Für uns war der Umzug die beste Entscheidung“, sagt Walter Kießling heute. Denn viele der liebgewonnenen Routinen sind gleichgeblieben. Jeden morgen deckt Anita sorgsam den Frühstückstisch und verwöhnt auch abends ihren Mann mit einem Abendessen. Mittags dagegen besucht das Ehepaar das Restaurant des Hanseanums und kommt hier bei einem Glas Wein oder einem anschließenden Kaffee mit anderen Bewohnern ins Gespräch. Während Walter Kießling noch immer die anschließende Zurückgezogenheit schätzt und am Computer Skat spielt oder Gedichte schreibt, genießt seine Frau die Angebote der Seniorenresidenz. Jeden Donnerstag besucht sie das Gedächtnistraining. Einmal in der Woche trifft sie sich außerdem mit drei anderen Frauen zur Canasta-Runde. „Wenn meine Frau nach drei Stunden mit den Damen zurückkommt, sehe ich ihr an, wie viel sie gelacht hat“, erklärt Walter Kießling und streicht seiner Anita liebevoll über den Handrücken. „Nach der Einsamkeit auf der Uerdinger Straße beobachte ich das mit Freude.“ Zwischen den festen Angeboten und Ritualen finden die beiden immer wieder den Weg in den Dachgarten oder genießen den Ausblick von ihrem Balkon aus, der über die besondere Innenstadtoase reicht. Wenn Walter und Anita Kießling im August den 68. Hochzeitstag feiern, dann sind sie zwar nicht mehr in Wesseling, haben aber ein neues Zuhause gefunden. Und Anita ist sich sicher: „Hier können wir die letzten Jahre gemeinsam genießen.“

Auch Jürgen Plewka ist im Hanseanum zu Hause – wenn auch vorerst nur auf Zeit. Der 64-Jährige erlitt nach einer Routineoperation im letzten Jahr eine doppelseitige Lungenembolie, deren Folgen ihn vollkommen aus dem Leben rissen. „Ich konnte kaum Treppen steigen und durfte viele Bewegungen nicht machen“, erinnert sich der ledige Mann. „Egal, ob Essen zubereiten oder die Wäsche machen, alle Verpflichtungen überforderten mich in meinem schlechten Gesundheitszustand.“ Eigenständig ging er auf Alternativensuche und stieß, ebenfalls über das Internet, auf das Hanseanum. Aus dem Krankenhaus fragte er damals eine Wohnung an und bekam schnell eine Zusage. „Ich sah, dass das Hanseanum Krankenhausnachversorgung anbot und schilderte meinen besonderen Fall“, erklärt er. „Den Aufenthalt hier zahle ich selbst. Für mich ist es eine Art Langzeit-Reha.“ Mitte Dezember zog der damals krankgeschriebene Lehrer in ein möbliertes Apartment im Hanseanum ein. Nicht nur die Entlastung durch den dazugebuchten Wäsche- und Reinigungsservice halfen ihn im Genesungsprozess, sondern auch das Gefühl, in Gesellschaft zu sein.

Jürgen Plewka ist nur vorübergehend im Hanseanum.

Wie das Ehepaar Kießling nimmt auch er im Restaurant sein Mittagessen zu sich und kommt mit den Senioren in Kontakt. „Es gibt hier nur Wenige in meinem Alter, aber das stört mich gar nicht“, beschreibt er. „Lebensalter kann ja auch sehr bereichernd sein.“ Auch nach einer Reha Anfang März entschied sich Plewka, seinen Aufenthalt im Hanseanum zu verlängern. Seine Wiedereingliederung in der Schule stand an und der Lehrer schätzte es, sich nach der schweren Krankheit vollständig darauf konzentrieren zu können. „Ich werde im Juli wieder zurück in meine eigene Wohnung in der Innenstadt ziehen“, schließt er. „Aber die Verbindung, die ich zum Hanseanum aufgebaut habe, bleibt. Auch das hier ist jetzt irgendwie mein Zuhause.“

Seniorenresidenz Hanseanum
Neusser Straße 6 // 47798 Krefeld
Tel.: 02151 – 93 12 129
www.hanseanumkrefeld.de

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